Kurze Geschichte des Botanischen Gartens

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In den von Erzherzog Johann angeregten Planungen für die Gründung des Joanneums 1811 war ein Botanischer Garten fester Bestandteil. Er sollte dem Unterricht, der "Kunst der Pflanzenpflege" und der "Verbreitung gemeinnütziger Gewächse" dienen (Pläne dafür liegen von Trattinick, Host und von v. Portenschlag vor, vgl. Ernet 1997, Teppner 1997).

 

Franz Xaver Unger, 1835 bis 1849 Professor der Botanik und Zoologie am Landesmuseum Joanneum, gab 1843 die Zahl der im Botanischen Garten kultivierten Arten mit rund 8000 an.

 

Die städtebauliche Entwicklung des Quartiers zwischen Neutor- und Raubergasse machte eine Ausgliederung des Botanischen Gartens erforderlich. 1874 wurde in der Schubertstraße ein Grundstück angekauft und nach den Plänen von H. Leitgeb, damaliger Professor für Botanik in Graz, gestaltet. Jahrelange Bemühungen um die Vergrößerung des Gartenareals waren nicht von Erfolg gekrönt. Schließlich waren die Grundstücke, welche Erweiterungsmöglichkeiten boten, alle verkauft und mit Villen bebaut. Der Botanische Garten war auf das heutige Kerngebiet fixiert. Erst 1887 wurde der Plan für den Aufbau einer sparsamen Variante für Garten und Gebäude genehmigt. Die Errichtung und Bepflanzung der Gartenanlage erfolgte in den Jahren 1888 und 1889. Dafür wurde vom Land der gesamte Pflanzenbestand dem Staat kostenlos überlassen. Einzelne Gewächshauspflanzen stammen noch aus dem Joanneumsgarten (Palmfarne im Oberstock der Eingangshalle und die alten Bäume des Arboretums).

 

Vom Joanneumsgarten ist nichts erhalten geblieben. Das heutige Johanneumsviertel mit dem Universalmuseum Joanneum erinnert noch vage an seine Existenz.

 

Erster Direktor des neuen Botanischen Gartens wurde nach dem Tod Leitgebs Gottlieb Haberlandt, Universitätsprofessor für Systematische Botanik. Dieser übergab die Leitung 1910 an Karl Fritsch, der von 1910 bis 1934 Direktor des Gartens war. Weitere Gartendirektoren waren die Universitäts-Professoren Felix J. Widder (1934-1964), Friedrich Ehrendorfer (1965-1970), Wilhelm Rössler (1970-1972), Josef Poelt (1972-1991), Herwig Teppner (1991-1993), Paul Blanz (1993 bis 1995), Herwig Teppner (1995-1999), und ab dem Jahr 1999 der heutige Direktor Helmut Mayrhofer.

 

Im Jahre 1985 konnten 1349 m2 Grund südwestlich des Botanischen Instituts (heutige Teichanlage, Farnhügel und Rosaceen) vom Eigentümer gekauft und dem Botanischen Garten angegliedert werden. Einige Jahre später wurde im Rahmen eines Grundstückstausches ein Teil des zur ehemaligen Postvilla gehörenden Grundes dem Botanischen Garten eingegliedert (ca. 0,45 ha). Hier wurde im Jahre 2006 der Bauergarten angelegt.

 

Mit dem Bau der neuen Gewächshäuser wurde 1989 begonnen, sie konnten nach einem etwas mehr als einjährigen Baustopp am 25. Juni 1995 eröffnet werden.

 

Ein kurzer Abriss der Geschichte des Gartens über ein Baumleben hinweg ist im Eingangsbereich an Hand einer Rotbuchen-Baumscheibe zu sehen.

 

Einen genaueren Überblick über die Geschichte des Botanischen Gartens Graz liefert auch das Buch: Garten des Wissens – 200 Jahre Botanischer Garten Graz von Thomas Ster, Kurt Zernig, Ursula Brosch und Christian Berg (Grazer Universitätsverlag Leykam, 2011).

 

 

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Botanischer Garten der Karl-Franzens-Universität
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15. Mai – 15. September 8.00–16.30 Uhr
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